Schritt 1: Zahnmedizinstudium und Staatsexamen
Der Weg zum Kieferorthopäden beginnt wie jede zahnärztliche Laufbahn mit dem Studium der Zahnmedizin. Es dauert in Deutschland in der Regel fünf Jahre und schließt mit dem Staatsexamen ab. Die Zulassung läuft über hochschulstart.de und ist ähnlich umkämpft wie das Humanmedizinstudium. Wie das Studium im Detail aufgebaut ist — von der Vorklinik bis zum Staatsexamen — zeigt der Überblick zum Aufbau des Zahnmedizinstudiums.
Wer schon während des Studiums weiß, dass Kieferorthopädie das Ziel ist, kann gezielt Famulaturen und das Praktische Jahr in kieferorthopädischen Abteilungen oder Praxen verbringen — das erleichtert später den Einstieg, egal für welchen der beiden folgenden Wege Du Dich entscheidest.
Schritt 2: Approbation
Nach bestandenem Staatsexamen erhältst Du Deine Approbation als Zahnarzt bzw. Zahnärztin. Erst damit darfst Du eigenverantwortlich behandeln — und erst ab hier trennen sich die Wege. Viele sammeln vorher noch als Assistenzzahnarzt/-ärztin allgemeine Praxiserfahrung, zwingend ist das aber nicht.
Ab der Approbation: zwei Wege stehen offen
Ab hier hast Du die Wahl zwischen zwei grundverschiedenen Wegen in die Kieferorthopädie. Welcher zu Dir passt, hängt vor allem von einer Frage ab: Willst Du später den geschützten Titel „Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Kieferorthopädie" bzw. „Kieferorthopäde" führen dürfen — oder ist Dir eine schnellere, flexiblere Spezialisierung wichtiger, auch ohne diesen Titel?
